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St. Veit startet digitales Archivprojekt: Die Topothek ist online!

BEITRAG VOM 14.05.2025

Ein Blick in die Vergangenheit – mit nur wenigen Klicks: Die Stadtgemeinde St. Veit an der Glan hat ihre neue digitale Topothek online gestellt.

 

Die Herzogstadt schlägt ein neues Kapitel in der digitalen Bewahrung ihrer Geschichte auf: Die Topothek St. Veit geht online und macht damit erstmals Teile des Stadtarchivs unkompliziert öffentlich zugänglich. Die Plattform ist unter stveit.topothek.at erreichbar und lädt alle Interessierten zu einer visuellen Zeitreise ein. „Ich freue mich sehr, dass durch dieses Projekt unsere Stadtgeschichte sichtbar, zugänglich und erlebbar wird – ganz einfach mit ein paar Klicks. Es ist ein bedeutender Schritt in Richtung offene Erinnerungskultur. Mein besonderer Dank gilt Stefan Regenfelder und Hannes Trixner für ihren unermüdlichen Einsatz“, so Bürgermeister Martin Kulmer.

 

 

 

Auch Bildungs- und Gemeindereferent Landesrat Daniel Fellner zeigt sich begeistert: „Als jemand, der sich leidenschaftlich für Geschichte interessiert, erfüllt es mich mit großer Freude, dass wir mit der Topothek nun einen digitalen Ort geschaffen haben, der unser kollektives Gedächtnis bewahrt und für alle Generationen zugänglich macht. Dieses Projekt ist weit mehr als nur ein Archiv – es ist ein lebendiges Fenster in unsere Vergangenheit.“ Als zuständiger Bildungsreferent ist Fellner das Projekt mehr als ein Herzensanliegen, wie er betont: „Die Topothek bietet enormes Potenzial für Schulen und Bildungsarbeit: Sie macht Geschichte anschaulich, lokal verortet und digital zugänglich – genau so, wie junge Menschen heute lernen.“

 

 

Die Topothek ist ein österreichweites Projekt zur digitalen Sicherung und Präsentation von lokalem, historischen Material, initiiert von Alexander Schatek: „In knapp 600 Gemeinden, Institutionen und Privaten wird mit Unterstützung von Archiven, Museen und Privatpersonen bereits gesammelt – nun reiht sich auch St. Veit in diesen Kreis ein.“ Die städtische Topothek startet mit einem beachtlichen Grundstock von rund 2.000 digitalisierten historischen Materialien, vor allem Fotografien und Zeichnungen. Diese stammen größtenteils aus dem umfangreichen Bestand des Stadtarchivs. „Wir stehen am Anfang – viele tausende weitere Bilder und Dokumente warten noch darauf, digital aufbereitet zu werden“, erklärt Stadtarchivar und Museumsleiter Stefan Regenfelder.

 

 

Für die technische Aufbereitung und Einbindung zeichnet sich der Stadtgeschichte-Experte Hannes Trixner verantwortlich, der sich unter anderem um die präzise Geolokalisierung, Datierung und Personen- und Häuserzuordnungen kümmert: „Das Besondere an der Topothek ist die Kombination aus Archiv und digitaler Karte. Alle Dateien sind in einer Art Google Maps eingebunden. Man kann also z. B. seine Wohnadresse auswählen und entdecken, wie dieser Ort früher ausgesehen hat – mit nur wenigen Klicks.“

 

 

Neben der laufenden Ergänzung durch das Stadtarchiv setzt das Projekt auch auf Beteiligung: „Wir laden alle Vereine, Institutionen, Sammler und Privatpersonen ein, ihre historischen Materialien einzubringen. Diese können bei uns eingescannt oder – mit etwas Einarbeitung – direkt von sogenannten Topothekarinnen und Topothekaren selbst hochgeladen werden“, so Stefan Regenfelder. Ziel ist ein kollektives Gedächtnis, das aus der Mitte der Stadtgesellschaft entsteht.

Die Topothek richtet sich an alle, die an Geschichte interessiert sind – ob als Forschungshilfe, Erinnerungsort oder einfach zum Stöbern. Sie ist jederzeit abrufbar unter: https://stveit.topothek.at/. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich gerne unter topothek@stveit.com melden, um mehr über das Projekt oder eine mögliche Beteiligung zu erfahren.

 

 

Auf dem Foto bei der heutigen Präsentation der Topothek im Museum – von links: Stadtgeschichte-Experte Hannes Trixner, Museumsleiter Stefan Regenfelder, Bürgermeister Martin Kulmer, Topothek-Initiator Alexander Schatek und Landesrat Daniel Fellner.