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Eisenbahn

Die Geschichte der Eisenbahn spiegelt die politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen eines Landes wider. 

Geschichte

Unter Kaiser Franz I: wurde das Eisenbahnzeitalter in der österreichisch-ungarischen Monarchie eingeläutet.

Bahnbrechend für die Entwicklung der Eisenbahn war 1837 die Eröffnung der 1. Teilstrecke der „Kaiser-Ferdinand-Nordbahn“.

Durch den Bau der „Kronprinz-Rudolf-Bahn“ im Jahre 1868 gewann der Wirtschaftstandort St. Veit/Glan an Bedeutung. Der Bahnhof wurde entlang der Bahntrasse zunächst in Glandorf – weit vom Stadtzentrum entfernt – errichtet. Schließlich wurde einen neue Trasse gelegt und 1912 im Westen St. Veits der neue Bahnhof  für den Personenverkehr eröffnet. Glandorf blieb als Rangierbahnhof bestehen, bis er 1990 stillgelegt wurde.


Oberbau

Die Basis der Eisenbahn bildet das Gleis. Bereits in der Antike liefen Fahrzeuge in steinernen Spurrillen. Ein Meilenstein in der Entwicklung der Eisenbahnschiene war der Übergang von Schmiedeisen zu Stahl, da dieser Werkstoff die Lebensdauer der Schiene um ein Vielfaches erhöhte.

1888 wurde in Österreich die erste „Schmalspurbahn“ – die Steyrtalbahn in Oberösterreich – in Betrieb genommen. Ein knappes Jahrzehnt später legte in Kärnten die erste Schmalspurdampflock, die „Gurktalbahn“, ihre Jungfernfahrt zurück. Schmalspurdampfbahnen wurden vor allem aus Kostengründen gebaut. Heute gibt es auf der Welt verschiedenste Spurweiten. Als „Normalspur“ gelten 1435 mm.

Die Schienenfundamentierung und -befestigung unterlag – wie auch die Weichentechnik – einer permanenten Wandlung. Insgesamt war das Zusammenspiel von Fahrzeugen, Gleisen und Signalen für die technische Entwicklung der Eisenbahn eine wichtige Vorraussetzung.


Signaldienst

Zu Beginn des Eisenbahnzeitalters fuhr man in erste Linie „auf Sicht“. Die rote Fahne und eine Glocke waren die einzigen Signale. Als der Zugverkehr zunahm, musste die Technik den Menschen unterstützen, um Sicherheit, dichte Zugfolge und Pünktlichkeit zu gewährleisten. Seit dem Beginn des Eisenbahnzeitalters wandelt sich die Signaltechnik dem neusten Stand der Technik entsprechend. Die moderne Eisenbahnsignaltechnik und ihre Einrichtungen erfüllen einen komplexen und verantwortungsvollen Aufgabenbereich: sie steuern Weichen, Fahrstraßen und Signale, sichern Zugstraßen, lenken Züge und überwachen die Geschwindigkeit.


Bahnhofdienst

Bei der Entwicklung der Eisenbahn stand nicht nur die Technik im Mittelpunkt, an der raschen Beförderung von Personen und Gütern musste auch der Mensch mitwirken. So wurde mit dem „Eisenbahner“ ein völlig neuer Berufstyp geschaffen. Es entstand eine Hierarchie mit verschiedenen Dienstgraden, Aufgaben und Verantwortungen.

Neben Schalterbeamten waren Zugschaffner, Magazinbeamte, Weichensteller, Schrankenwächter, Stationsvorsteher u.a.m. für die reibungslose Abwicklung des Bahnhofbetriebes zuständig.


Technik

Vom Dampfzeitalter bis zur Elektrifizierung – der technische Fortschritt der Bahn lief parallel zur technischen Entwicklung des Industrie- und Maschinenzeitalters. Mit der Erfindung der Dampfmaschine durch James Watt wurde ein neues Zeitalter eingeläutet. 1804 verkehrten die ersten Dampflokomotiven in England. 1837 begann das Dampfzeitalter in Österreich. Die Technik der Dampflokomotive ist komplex: Kernstück sind der Dampfkessel und die Steuerung der Dampfmaschine. Diese hat die Aufgabe, den vom Kessel gelieferten Dampf abhängig von den Bewegungen des Dampfkolbens so in den Dampfzylinder einströmen zu lassen, dass die im Dampf enthaltene Energie optimal genutzt wird.

Die ersten voll einsatzfähigen Elektroloks wurden in den USA und England entwickelt. Zuerst wurden die Hauptsächlich als Straßenbahnen eingesetzt. Oberleitungen gab es damals noch nicht, der Strom wurde zwischen den Gleisen abgenommen. Nach dem 1. Weltkrieg wurde in Europa mit der großen Elektrifizierung begonnen, vor allem auch in Österreich. Der Verlust der großen Kohlelager zwang die Republik zur Elektrifizierung ihrer Bahnen. Von 1919 bis 1930 wurden allein 620 km elektrifiziert. Nach 1945 wurde die Elektrifizierung im Rahmen der Österreichischen Bundesbahnen fortgesetzt.


Fahrleitung

Die erste elektrische Straßenbahn wurde 1884 in Frankfurt/Main in Betrieb genommen. 1897 fuhr die erste elektrische Straßenbahn durch Wien. Sie basierte auf dem technischen Prinzip der „Fahrleitung“.

Die Fahrleitungsanlage ist ein System für die Übertragung der elektrischen Energie zum Triebfahrzeug bzw. zur Elektrolokomotive. Sie hat – wie die gesamte Bahntechnik im vergangenen Jahrhundert – eine rasante technische Entwicklung genommen.

Von den Anfängen vor dem 1. Weltkrieg bis nach Ende des 2. Weltkriegs gab es eine Vielzahl verschiedener Bauarten für Fahrleitungen. Erst im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts nahm die Vielfalt der verwendeten Bauarten deutlich ab. Wesentlich für einen reibungslosen technischen Ablauf ist das Zusammenspiel von Fahrleitungen, Stromabnehmen – dieser stellt das Verbindungsglied zur Lokomotive her – und Radspannwerk.


Gendarmerie